Weiterbildung

Verschiedene Arten der Weiterbildung

0 Kommentare 03 März 2011

Als Weiterbildung wird eine Fortbildungsmaßnahme bei Erwachsenen bezeichnet. Eine Weiterbildung kann viele Hintergründe haben. Sie kann angeordnet werden, beispielsweise von der Agentur für Arbeit oder dem Arbeitgeber, viele bilden sich aber auch ganz freiwillig weiter. Eine Weiterbildung muss nicht unbedingt in einer Schule erfolgen, häufig findet diese auch im Betrieb oder zu Hause statt. Die ersten Bildungsmaßnahmen für Erwachsene lassen sich auf die Königlich Dänische Ackerakademie zurückführen. Diese Akademie wurde im damaligen Herzogtum Schleswig gegründet und bestand aus einem Zusammenschloss von Bauern, Lehrern und Pastoren. Als eigentlicher Gründer gilt Philipp Ernst Lüders. In Deutschland wurden die ersten Weiterbildungen für Erwachsene im 19. Jahrhundert ins Leben gerufen. Arbeiterbildungsvereine boten die ersten Weiterbildungen an. Im Zuge dessen entstanden auch die ersten Volkshochschulen.

Weiterbildung im Job

Für eine Weiterbildung kommen verschiedene Lehrmethoden in Frage. Darunter finden sich das Coaching, Projektarbeiten, Zukunftswerkstätte und „Lernen durch Lehren“. Das Coaching wird von vielen Arbeitnehmern gehasst, das sie sich dadurch in ihrer Arbeit beobachten fühlen. Durch das Coachen möchte man Lösungen finden, wie man die Arbeitsweise optimieren oder verbessern kann. Coachingmaßnahmen finden häufig in Unternehmen statt, welche einen direkten Umgang mit ihren Kunden pflegen, beispielsweise ein Callcenter. Hier sitzt der „Lehrer“ hinter oder neben dem „Schüler“ und hört sich ein Gespräch zwischen Angestellten und Kunden mit an. Im Anschluss kann er erklären, was er gut fand und was nicht. Das Coaching macht natürlich nur Sinn, wenn der jenige der das Coaching durchführt, dem „Lernenden“ noch etwas Beibringen kann. Das Coaching sollte nicht durchgeführt werden, um jemanden zu überwachen. Einige Unternehmen scheinen dies jedoch häufig zu verwechseln. Das „Learning by doing“ oder „Lernen durch Tun“ sehen viele als die effektivste Weiterbildungsmaßnahme an. In der Praxis lernt man am meisten, während ein trockener Theorieunterricht die Menschen eher langweilig und ermüdet, als das dieser was beibringen kann. Vor allem im Job ist dies Maßnahme effektiv, da man hier keine Sonderzeit einplanen muss. Die Mitarbeiter lernen während der Arbeit.

Weiterbildung zu Hause

Eine Weiterbildung kann auch im privaten Bereich stattfinden. Im „Selbststudium“ bringt sich der eine oder andere etwas bei, was er schon immer einmal erlernen oder wissen wollte. Weiterhelfen können dabei andere Personen, aber auch verschiedene Bücher und das Internet. Weiterbilden kann man sich grundsätzlich in allen Bereichen. Im Job ist die Weiterbildung meist Projekt- oder Arbeitsgebunden. Auch ein Kochkurs kann eine Weiterbildung bedeuten. Während Köche diese nutzen um beruflich weiterzukommen, besuchen Privatpersonen Kochkurse besser kochen zu lernen.

Das Recht auf Weiterbildung

Jeder Mensch hat ein Recht auf Weiterbildung. Dies ist in vielen Gesetzesgrundlagen festgelegt. Grundsätzlich hat jeder das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, dies schließt auch Weiterbildungen mit ein. Unterschiedliche Landesgesetze bilden ebenfalls eine Grundlage für die Weiterbildung. Ebenso unterliegt der Staat einer Pflicht, Erwachsenenbildung zu fördern. Etwa die Hälfte aller Berufstätigen nutzt diese Chance und besucht im Jahr verschiedene Kurse, Lehrgänge oder Vorträge. Außerdem stehen zahlreiche Beratungsstellen zur Verfügung, welche über Weiterbildungsmaßnahmen informieren. Nur eine kleine Minderheit von ein oder zwei Prozent sträubt sich noch dagegen und macht nicht von seinem Recht Gebrauch sich weiterzubilden. Ein Recht ist jedoch ein „Kann“ und kein „Muss“. Zwingen kann man letztendlich niemanden.

Foto: Wellford Tiller – Fotolia

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